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In der letzten Zeit habe ich ein Gebet. Dass in der Gemeinde die erste Liebe neu erweckt wird, dass wir alle brennend im Geist sind, in Liebe für den Herrn, für den Dienst in der Gemeinde und für die Geschwister. Wie sonst, wird die Braut bereit sein für den Bräutigam? Die Liebe sei ungeheuchelt! Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten! In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend; im Fleiß nicht säumig, brennend im Geist; dem Herrn dienend.
Beeindrucken, wie treffend, die Geschichte der Gemeinde in Offenbarung in prophetischer Weise vorausgesagt wurde. Die Frage stellt sich aber auch an mich persönlich. Wo stehe ich? Der Herr ruft in Offbarung dazu auf zu überwinden. Was habe ich überwunden? Was möchte der Herr wiederherstellen? Wir können zu unserem Hoheprister, dem Herrn Jesus, kommen und fragen was ihm gefällt und was nicht. Ja, vieles ist uns noch verborgen, aber er ist der Allwissende und der Ewige. In den Briefen zu den sieben Gemeinden spricht er vieles sehr klar und direkt an. Er sagt, was ihm gefällt und was nicht. Es berührt mich, wie direkt das Sprechen in den Sendschreiben in der Offenbarung ist. Es gibt so viele Warnungen in diesen Schreiben, die wir nicht in den Wind schlagen dürfen. Ich möchte nicht lau sein, wie der Herr im Sendschreiben an Laodicea warnt. Ich möchte mich nicht selbst betrügen und mich rühmen, dass wir so viel haben, obschon wir eigentlich arm blind und bloss sind. Aber ich möchte dem Ratschlag Folge leisten, und bereit sein den Preis zu bezahlen, und Gold und Augensalbe kaufen. Ist das nicht wunderbar, ich kann im Feuer geläutertes Gold kaufen. Gold das so rein, so wertvoll ist. Gottes Natur ist so rein und heilig. Und dies wird auch geprüft in vielen Umständen. Und dies kann ich kaufen. Brennt da nicht unser Herz. Offb. 3:14-22 Ich bin berührt durch diese wunderbare Verheissung in Joh. 15. Der Herr sagt, wer in mir bleibt bringt viel Frucht. Warum ist das so? Weil das Leben des Weinstocks ein Leben ist, das viel Frucht bringt. Ich bringe Frucht, nicht durch eigene Anstrengung, sondern dadurch, dass ich in ihm bleibe. Ist das nicht wunderbar befreiend? Wenn wir Fleiss tun in ihm zu bleiben, werden wir auch die Frucht des Geistes erfahren: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit (s. Gal. 5:22). Wenn wir durch den Geist leben, so lasst uns durch den Geist wandeln Gal. 5:25 Das Kapitel 5 des Epheserbriefs spricht in den ersten paar Versen vom Wandel im Licht. Vers 8: „Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts.“ Unter den Kindern des Lichts soll es keine Unanständigkeit, kein albernes Geschwätz und Witzelei geben - so wie im Vers 4 erwähnt – sondern vielmehr Danksagung. Eine andere Übersetzung des Neuen Testaments spricht in diesem Vers von „weltgewandtem Plaudern.“ Wenn wir hier über unsere Erfahrungen mit dem lebendigen Gott schreiben, so soll dies kein solches Plaudern sein! Der Herr bewahre uns davor. Vielmehr wollen wir aus Dankbarkeit erzählen, was wir im Wort empfangen haben, was uns in der Gemeinschaft mit andern ermutigt hat. Wenn wir IHN nicht berührt haben, wollen wir unseren Computer nicht einschalten, so dass wir niemanden mit leeren Worten betrügen (s. Vers 5). Dank der Schrift (der Bibel) können wir für unser Christenleben völlig ausgerüstet werden. In 2. Timotheusbrief, 3:15 und 16 heisst es: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben (gottgehaucht) und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet.“ Die Schrift ist gottgehaucht, durch sie können wir wissen, was in seinem Herzen ist. Da frage ich mich, warum es mir gelegentlich noch schwer fällt, lange im Wort zu lesen, über das Gelesene nachzusinnen, und schlussendlich Täter des Wortes zu werden. Kürzlich las ich – ehr zufällig – einen Artikel zu diesem Thema in einer christlichen Zeitschrift. Konkret ging es um eine Umfrage unter Christen, welche aufzeigen sollte, wie viel Zeit Gläubige effektiv aufwenden, um in der Bibel zu lesen. Es zeigte sich, dass nur ein kleiner Prozentsatz täglich im Wort liest, und dass eine Mehrzahl eher in Andachtsbüchern liest, oder ein „tägliches Wort“ ab einem Abreisskalender. Dieses Verhalten hat der Verfasser des Artikels mit dem Lutschen von Bonbons verglichen. Diese schmecken zwar fein, sind aber ungesund und können keinesfalls als Speise dienen. Dieser Umgang mit dem Wort Gottes kann uns nicht zu solchen machen, welche in der Wahrheit wandeln, so wie Johannes dies in seinem zweiten Brief erwähnt: „Ich habe mich sehr gefreut, dass ich von deinen Kindern einige gefunden habe, die in der Wahrheit wandeln, wie wir von dem Vater ein Gebot empfangen haben“. (Vers 4). Das Wort soll unsere geistliche Speise sein, durch welche wir leben (Matthäus 4:4). Bis zu einem gewissen Grad habe ich – zusammen mit Bezalel – bereits erfahren, wie gesund es ist, die Bibel regelmässig, das heisst täglich zu lesen. Kapitel nach Kapitel. Angefangen beim 1. Buch Mose bis hin zu Kapitel 22 der Offenbarung. Wir erfahren: „Mehr Licht und Wahrheit hat der Herr für uns im Wort bereit.“ Dies die letzte Zeile eines Liedes, welches wir gerne singen: Gott, Vater unsres Herrn, gib uns den Geist der Weisheit mehr. Der 1915 geborene Amerikaner Robert Lax sagte von sich, er sei geboren worden mit der innewohnenden Suche nach Gott. Es scheint, dass der Lehrer und Schriftsteller Lax sein Leben lang auf der Suche war. Ich finde dies tragisch, denn unser Gott wartet doch nur darauf, von uns gefunden zu werden. „Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr.“ Jeremia 29.14. Ja, in uns gibt es dieses Suchen nach Gott. Finden können wir ihn durch aufrichtiges Gebet, durch das Lesen der Bibel, durch das Anrufen seines Namens. „Denn wer mich findet, hat Leben gefunden, Gefallen erlangt von dem Herrn.“ Sprüche 8:35 Und wenn wir ihn gefunden haben, so können wir unsere Beziehung zu ihm vertiefen. Offenbarung 3:19 spricht von Busse, von Umkehr: „Alle, die ich lieb habe, weise ich zurecht und züchtige ich; so sei nun eifrig und tue Busse.“
Du tust mir kund den Weg des Lebens: Wir nehmen es einfach so als gegeben, dass die Gemeinden gemäss Offbenbarung goldene Leuchter sind. Es hat mich in diesen Tagen sehr berührt, dass Offb. 1:20 von einem Geheimnis spricht. Die Sterne in seiner Rechten und die goldenen Leuchter sind ein Geheimnis! D.h. es muss mehr dahinter sein, als was so leicht erkennbar ist. Die Gemeinde ist nicht einfach eine Ansammlung von Gläubigen. Das ist kein Geheimnis. Die Leuchter beschreiben die Natur und die Funktion der Gemeinde. Die Leuchter sind aus Gold. Darum sagt der Herr auch zur Gemeinde in Laodicea, dass sie Gold von ihm kaufen soll (Offb. 3:18). Oh, ich möchte täglich Gold von ihm kaufen. Ich möchte den Herrn gewinnen in meinem täglichen Leben. Nicht für mich selber, sondern für die Gemeinde. Die Gemeinde soll ganz aus Gold sein und scheinen! Oberflächlichkeit und Mittelmässigkeit stellen niemanden zufrieden, auch nicht unseren Gott. Er sagt: „… weil du lau bist und weder heiss noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund“. (Offenbarung 3:16. Ich weiss, dass ich in meinem täglichen Leben noch zu oft gemäss meinen religiösen Vorstellungen lebe, Dinge tue, weil ich denke, dass ein Gläubiger Mensch so wandeln sollte. Das Resultat dieses Handelns ist Versagen, Unzufriedenheit, Lauheit. Beim Lesen des 6. Kapitels des Römerbriefes wurde mir plötzlich klar, dass Gott etwas wirklich Grosses mit uns vor hat. Er will uns nicht irgendwie verbessern, so wie wir Menschen in Problemsituationen vorgehen. Nein, er hat einen absoluteren Weg gewählt. Wie viel besser ist es doch, einfach das Wort zu lesen. Wenn es sagt „zusammengewachsen in der Gleichheit seines Todes“ so sage ich einfach AMEN dazu, lasse meine Vorstellungen, und erfahre mehr und mehr den Wandel in der Neuheit des Lebens. Liebe Geschwister im Herrn, ruht sanft (in seinem Tod)!, das macht uns brennend, befreit uns von Oberflächlichkeit. In der Gemeinschaft heute Sonntag hat mich wirklich berührt, dass ich eine Offenbarung brauche, um zu sehen wie und was Gottes Werk ist. Es genügt nicht, wenn ich nur weiss, was Gottes Plan ist. Wissen reicht nicht. Ich muss zu meinem Vater kommen, damit er mir die Vision über sein Werk noch klarer macht. Etwas mit den inneren Augen zu sehen ist etwas ganz anderes, als nur zu wissen (1. Joh 1:1-3). Die Bibel zeigt, dass Gott sein Werk und seinen Weg offenbaren möchte. In den Schriften des Paulus kommt zum Ausdruck, wie klar für ihn die Vision von Christus und der Gemeinde war. Aber er sagt auch, dass er dies nicht von Menschen empfangen hat, sondern von Gott (Gal. 1:12). Ich möchte von Gott selber erfahren, was sein Werk und wie sein Weg ist. Das macht wirklich fest. Weiter hat mich auch sehr berührt zu sehen, dass die Gemeinde wirklich anders ist. Sie ist eine neue Schöpfung (2. Kor. 5:17). Das hat enorme Auswirkungen darauf, wie wir in der Gemeinde dienen und wie die Gemeinde aufgebaut wird. In der Gemeinde ist weder Beschneidung (Gesetz) noch Unbeschnittensein etwas, sonder was zählt ist die neue Schöpfung (Gal.6:15). Alles Alte und der alte Mensch wurden am Kreuz schon beendet. Diesen alten Menschen sollen wir auch nicht versuchen zu verbessern. Ich brauche das, was durch den Tod hindurch gegangen ist. Solche Erfahrungen möchte ich vermehrt machen. |
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